Die schönsten Strände bei Hurghada: Inseln, Buchten und wie du sie erreichst
Wenn du dich fragst, wo du die besten Strände in der Nähe von Hurghada findest, lässt sich die Antwort in zwei Kategorien unterteilen. Da sind einerseits die Inseln und Sandbänke im Roten Meer, die du nur mit dem Boot erreichst, wie etwa Orange Bay, Paradise Island und Mahmya. Andererseits gibt es eine Reihe von Hotelbuchten entlang der Küstenstraße, beispielsweise in El Gouna, Sahl Hasheesh oder der Makadi Bay, zu denen du ganz bequem mit dem Auto, Taxi oder einem kurzen Transfer gelangst, ohne auch nur einen Fuß auf ein Boot setzen zu müssen.
Dieser Guide führt dich durch jede Option: Wir zeigen dir, wie es vor Ort mit Sand und Wasser aussieht, wie lange die Anreise dauert und wann du am besten aufbrichst, um den großen Massen zu entgehen. Da keiner dieser Orte ein Geheimtipp ist, geht es hier nicht darum, einsame Strände zu versprechen, sondern dir bei der Wahl des passenden Ziels für dein persönliches Urlaubstempo zu helfen.
Orange Bay: der schnellste Bootsausflug ab Hurghada
Orange Bay liegt an einem Küstenabschnitt südlich von Hurghada und wird von der Marina aus angefahren – meist als Teil eines Tagesausflugs, der auch Stopps zum Schwimmen und Schnorcheln beinhaltet. Der Sand ist hell und fein, und durch das flache Ufer können Kinder und unsichere Schwimmer entspannt ins Wasser waten, ohne dass der Boden plötzlich abfällt.

Da die Boote meist am Vormittag eintreffen, kann es zwischen etwa zehn und zwei Uhr recht voll werden, und die Sonnenliegen direkt am Wasser sind schnell belegt. Ein Orange Bay Bootsausflug mit Schnorcheln beinhaltet in der Regel einen Stopp an einem Riff vor oder nach dem Strandaufenthalt, was die Besucher über den Tag verteilt, statt alle gleichzeitig an den Strand zu bringen.
Die Infrastruktur ist einfach, aber zweckmäßig: Es gibt schattige Plätze, schlichte Toiletten und manchmal einen Kiosk für Snacks – ideal für einen Halb- oder Ganztagesausflug, weniger für einen mehrtägigen Aufenthalt. Wenn du es etwas ruhiger magst, kannst du einen Orange Bay Schnorchelausflug mit Transfer buchen, der früher am Morgen startet und dich bereits am Strand absetzt, bevor die große Bootsschwemme eintrifft.
Bring am besten deine eigene Schnorchelmaske mit, da die Qualität der Leihausrüstung an Bord schwankt. Badeschuhe sind ebenfalls ratsam, da der Meeresboden nahe der Riffkante stellenweise steinig sein kann.
Paradise Island: Sandbank, türkisfarbenes Wasser und Mittagspause
Paradise Island ist eher eine flache Sandbank als eine große Insel, was ihr auf einer Seite eine flache, türkisblaue Lagune beschert. Die Überfahrt von Hurghada dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten, und die meisten Ausflüge kombinieren den Strandstopp mit einem Mittagessen, das entweder an Bord oder in einem einfachen Strandlokal serviert wird.
Eine Paradise Island Schnorcheltour mit Mittagessen ist der Standard. Dabei wird die Zeit am Strand meist mit einem Schnorchel-Stopp an einem nahegelegenen Riff verbunden, damit du nicht den ganzen Tag nur an einer Stelle verbringst. Das Wasser ist in Ufernähe für fast alle Altersgruppen sicher, wird aber natürlich belebter, sobald mehrere Boote angelegt haben.
Da die Sandbank recht schmal ist, ist der Platz am Strand begrenzter als in der Orange Bay. Eine frühere Abfahrt sichert dir also die besseren Plätze. Fahrten unter der Woche in der Nebensaison – etwa im April oder Oktober – sind meist deutlich entspannter als Ausflüge an den Wochenenden im Hochsommer.
Natürlichen Schatten gibt es auf der Sandbank kaum. Pack also unbedingt einen Hut, korallenfreundliche Sonnencreme und etwas zum Überziehen für die Rückfahrt ein. Einige Anbieter stellen Sonnenschirme bereit, aber deren Anzahl ist begrenzt und wird nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben.
Mahmya Island: geschützter Strand mit Infrastruktur
Mahmya liegt in einem Meeresschutzgebiet bei der Giftun-Insel. Der Strand ist deutlich besser ausgebaut als Orange Bay oder Paradise Island und bietet Holzstege, Sonnenliegen und einen richtigen Restaurantbereich statt nur eines einfachen Stands. Der Sand ist weich und das umliegende Wasser wird vor großer Bebauung bewahrt, was den ursprünglichen Charakter bewahrt.

Der Mahmya Island Strandaufenthalt mit Mittagessen ist der klassische Weg für einen Besuch und kombiniert die Bootsüberfahrt mit einem Tagesticket für den Strand und einem festen Mittagsmenü. Da der Zugang zur Insel strenger geregelt ist als bei anderen Anlegestellen, ist das Besucheraufkommen meist gleichmäßiger über den Tag verteilt.
Schnorcheln ist direkt vom Strand aus möglich, wobei die Hauptkorallenriffe ein kurzes Stück entfernt liegen und am besten schwimmend oder per kurzem Bootstransfer erreicht werden. Familien bevorzugen Mahmya oft, weil man durch die geordnete Struktur und den ruhigen Uferbereich die Kinder leichter im Blick behält und gleichzeitig richtigen Schatten und Sitzmöglichkeiten hat.
Wie bei den anderen Inseln gilt: Wer früher kommt, sichert sich die besten Liegen und genießt einen ruhigeren Strand, bevor gegen Vormittag die Hauptwelle der Tagestouristen eintrifft.
Hotelbuchten mit dem Auto: El Gouna, Sahl Hasheesh und Makadi Bay
Nicht für jeden guten Strand bei Hurghada musst du aufs Boot. El Gouna, etwa 25 Autominuten nördlich, ist um ein System aus Lagunen und Kanälen herum gebaut. Mehrere Beach Clubs bieten dort Tagespässe an. Eine El Gouna Lagunen-Bootstour ist eine tolle Möglichkeit, die Wasserwege zu erkunden, selbst wenn du nicht dort wohnst, und lässt sich perfekt mit Zeit an einem der öffentlichen oder Hotelstrände verbinden.
Südlich von Hurghada liegen Sahl Hasheesh und die Makadi Bay in natürlichen Buchten. Das Wasser ist hier meist ruhiger als an der offenen Küste weiter nördlich, da Riffe und Landzungen den Wellengang brechen. Diese Bereiche sind fast vollständig von Resorts belegt, weshalb der Zugang für externe Gäste von der jeweiligen Hotelpolitik abhängt.
Der große Vorteil der Anreise per Straße ist die Flexibilität: Es gibt keine festen Bootsabfahrtszeiten, du musst keine Überfahrt planen und kannst aufbrechen, wann immer dir danach ist. Das ist ideal für Reisende, die einen kürzeren, unkomplizierteren Ausflug bevorzugen oder den Strandbesuch mit Shopping oder einem Essen in der Stadt verbinden wollen.
Ein privater Transfer oder ein Taxi ist die einfachste Lösung, um diese Buchten zu erreichen. Wenn du ein Auto mit fester Rückkehrzeit buchst, vermeidest du das mühsame Herbeirufen eines Taxis vor Ort – besonders in den heißen Monaten ein echter Komfortgewinn.
Hula Hula und weitere Inseln per Schnellboot
Hula Hula Island zählt zu den kleineren, weniger bebauten Sandbänken in der Giftun-Kette und wird oft als ruhigere Alternative zu Orange Bay oder Paradise Island vermarktet. Ein regulärer Hula Hula Island Schnorchelausflug nutzt meist größere Boote und folgt einer ähnlichen Route wie die anderen Inseltrips, inklusive Strand- und Schnorchel-Stopp.
Für eine schnellere, direktere Überfahrt bietet sich ein Schnellboot-Ausflug nach Hula Hula Island an. Das spart Zeit, die du lieber am Strand als auf dem Wasser verbringst. Zudem befördern Schnellboote meist weniger Passagiere, was oft zu einem weniger überfüllten Strand führt.
Andere Ziele, die du auf Ausflugslisten findest, wie Ozirea Island oder Amwaj Island, folgen meist demselben Schema: Boots- oder Schnellbootüberfahrt ab der Marina, Strandstopp mit flachem Wasser und meist ein Schnorchel-Stopp inklusive Mittagessen.
Wenn du die meistbesuchten Inseln gezielt meiden willst, frage bei der Buchung nach, welches Ziel an diesem Tag auf dem Programm steht, da die Routen je nach Wetter, Seegang und Auslastung der Inseln variieren können.
Boot, Schnellboot oder Semi-Submarine: die Wahl des Verkehrsmittels
Standard-Bootsausflüge sind die gängigste und meist günstigste Variante. Sie befördern größere Gruppen, was jedoch bedeutet, dass du dir den Strand mit allen anderen an Bord sowie den bereits früher angekommenen Gästen teilst. Sie passen perfekt zu Reisenden, die einen geselligen Tag mit festem Zeitplan schätzen.
Ein privates Schnellboot-Abenteuer gibt dir die volle Kontrolle über Zeit und Ziel, da du an keinen Gruppenplan gebunden bist. Das lohnt sich, wenn du noch vor dem großen Ansturm ankommen, länger bleiben oder zwei kürzere Stopps an einem Tag kombinieren möchtest.
Wenn dir das Schnorcheln wichtiger ist als das Sonnenbaden, ist eine Semi-Submarine-Tour mit Schnorchel-Stopp eine ganz andere Erfahrung: Den Großteil der Zeit verbringst du damit, die Riffwelt durch Unterwasserfenster zu beobachten, ergänzt durch einen kürzeren Schwimm- oder Schnorchelstopp statt eines langen Strandaufenthalts.
Egal wofür du dich entscheidest, prüfe vor der Buchung, was genau enthalten ist. Mittagessen, Leihausrüstung und Hotel-Abholung variieren je nach Anbieter, selbst wenn Ziel und Route ähnlich klingen.
Wann ist die beste Zeit, um Massen zu vermeiden?
Boote zu den Inseln verlassen die Marina von Hurghada meist in einem Zeitfenster zwischen acht und neun Uhr morgens. Das bedeutet, dass die meisten Strände zwischen halb zehn und elf Uhr ihre erste Ankunftswelle erleben. Wähle die frühestmögliche Abfahrtszeit, auch wenn es bedeutet, früher aus den Federn zu kommen – so bist du schon auf dem Sand, bevor der Ansturm beginnt.
Wochentage sind in der Regel ruhiger als Freitage und Samstage, die als regionales Wochenende gelten und entsprechend mehr Einheimische und Urlauber anlocken. Wenn es dein Zeitplan erlaubt, ist ein Dienstag oder Mittwoch meist die entspanntere Wahl.
Auch die Saison spielt eine Rolle. Juli und August bringen die meisten Besucher und die höchsten Temperaturen, während April, Mai, Oktober und November milderes Wetter und etwas weniger Trubel auf den Inseln bieten. In den Wintermonaten ist es kühler und das Meer kann rauer sein, was gelegentlich den Zugang zu bestimmten Inseln einschränkt.
Private oder kleine Schnellboot-Touren sind die zuverlässigste Methode, um das Timing selbst zu bestimmen, da du weder auf eine volle Bootsauslastung warten musst noch an die Rückkehrzeiten der großen Gruppen gebunden bist.
Was du für einen Insel- oder Strandtag einpacken solltest
Korallenfreundliche Sonnencreme sollte Priorität haben – sowohl für deinen eigenen Schutz auf Inseln ohne viel natürlichen Schatten als auch zum Schutz der Riffe, da einige Gebiete wie Mahmya Produkte, die Korallen schädigen, aktiv ablehnen. Trage sie am besten schon vor dem Ablegen auf, da Boote selten private Bereiche dafür bieten.
Ein Hut, ein leichtes Kleidungsstück zum Überziehen und Badeschuhe decken das Wichtigste neben deiner Badekleidung ab. Badeschuhe sind besonders nützlich auf Inseln, wo der Meeresboden an der Riffkante steinig ist, sowie auf Booten, wo das Deck in der Sonne heiß werden kann.
Nimm deine eigene Schnorchelmaske mit, wenn du eine besitzt und besonderen Wert auf Passform legst, da die Leihausrüstung auf Gruppenschiffen geteilt wird und in der Qualität variiert. Ein Drybag oder eine wasserdichte Tasche ist sinnvoll für Handy und Bargeld, da Spritzwasser bei der Überfahrt – selbst bei ruhiger See – an der Tagesordnung ist.
Prüfe zuletzt, ob Mittagessen und Getränke in deinem Ausflug enthalten sind, da dies je nach Betreiber unterschiedlich ist, und pack ein paar Snacks ein, falls du zwischen der Essenszeit und deiner Rückkehr nach Hurghada hungrig wirst.
Welcher Strand passt zu Familien, welcher zu einem ruhigen Tag?
Für Familien mit kleineren Kindern sind Mahmya und Orange Bay meist besser geeignet als Paradise Island, da ihre flachen Uferzonen weiter ins Wasser reichen und mehr Platz zum beaufsichtigten Planschen bieten. Die befestigten Wege und Sitzbereiche in Mahmya machen es zudem einfacher, den ganzen Tag an einem festen Platz zu bleiben, statt ständig den Standort auf dem Sand zu wechseln.
Reisende, die einen ruhigeren, landschaftlich reizvollen Ort ohne überfüllten Strand suchen, sollten Hula Hula Island in Betracht ziehen oder per Schnellboot ein Ziel ansteuern, bevor die großen Boote eintreffen. Weniger Passagiere bedeuten meist mehr Platz am Strand, selbst wenn die Insel auf der Karte den belebteren Zielen ähnelt.
Wenn Tauchen oder ausgiebiges Schnorcheln dein Hauptziel sind und nicht das Strandliegen, ist ein Rotes Meer Tauch- und Schnorchelausflug die bessere Wahl. Hier liegt der Fokus auf verschiedenen Riffen statt auf Sandbänken – ideal, wenn du den Tag lieber im Wasser als auf dem Handtuch verbringst.
Es gibt keine einzelne „richtige“ Wahl zwischen Orange Bay, Paradise Island, Mahmya und den südlicheren Hotelbuchten; jeder Ort eignet sich für eine andere Art von Tag. Die wichtigsten Faktoren bei deiner Entscheidung sind die Anreisezeit, wie viel Schatten und Infrastruktur du dir wünschst und wie früh du bereit bist, aufzustehen, um den Massen zuvorzukommen.